Praxistest Panasonic LUMIX DMC-G5 + LUMIX G X Vario 12-35mm 2.8 OIS

Praxistest Panasonic LUMIX DMC-G5 +  LUMIX G X Vario 12-35mm 2.8 OIS

Äußerlich hat es im Vergleich zur G3 bei der G5 einige Veränderungen gegeben. Die Griffwulst ist deutlich größer und die G5 liegt nun besser in der Hand. Auf der Rückseite der Kamera ist eine größere Grifffläche geschaffen worden. Daher liegt die Kamera nun fast so gut in der Hand wie eine klassische D-SLR Kamera. Auf der Oberseite ist die Multifunktionswippe dazu gekommen. Diese lässt sich individuell für bestimmte Kamerafunktionen wie Blende oder Verschlusszeit nutzen. Im Videobetrieb mit einem GX Powerzoom Objektiv kann die Wippe zum Beispiel für die Zoomfunktion genutzt werden.

An Funktionen sind einige Highlights hinzugekommen. Der LCD Monitor ist mit 920.000 Bildpunkten nun doppelt so hoch auflösend wie bei der G3. Dazu ist dieser durch eine höhere Auslesegeschwindigkeit in der Wiedergabe schnell bewegter Motive deutlicher.  Bei Verwendung des Suchers kann nun über das Touchdisplay der AF Fokuspunkt verändert werden. Dies ist eine sehr hilfreiche, praxisnahe Erweiterung. Die bei der G3 fehlende automatische Umschaltung zwischen Sucher und Touch LCD Monitor ist bei der G5 nun  wieder mit an Bord. Das neue Highspeed Kontrast AF System hat die Auslesegeschwindigkeit gegenüber den Vorgängermodellen verdoppelt und bietet in Verbindung mit den 6 Bildern/sec. bei voller 16 Megapixel Auflösung endlich eine vollwertige High Speed - Sportaufnahmekamera im Panasonic MFT System. Nahezu geräuschlos arbeitet die Lumix DMC G5 im neuen Silent Shutter Modus, ideal für Aufnahmesituationen, bei denen der Fotograf lautlos bleiben muss.

Die Sensorauflösung ist mit 16 Megapixel gegenüber der G3 nicht weiter verbessert worden, trotzdem sind die Bilder weitaus schärfer und rauschärmer. Dank dem neuen Venus Engine Bildprozessor sind alle für die Bildqualität verantwortlichen Werte verbessert worden. Bei der Analyse der Bilder kann der Prozessor zwischen glatten Flächen und Kanten unterscheiden und die Rauschunterdrückung entsprechend anpassen.

 

Das Panasonic Lumix G X 12-35mm 2.8 Vario Asph. OIS. entspricht in seiner Brennweite einem 24-70mm Zoom Objektiv an einer Vollformat DSLR-Spiegelreflex. Es liefert in allen Brennweiten an der DMC G5 eine überzeugende Bildqualität ohne Vignettierung, auch bei maximaler Öffnung 2,8. Die Verzeichnung ist sehr gering. Schärfe und Kontrastwerte des High-End Zooms sind überragend. Nicht umsonst hat das Objektiv in der Zeitschrift Chip Foto Video 9/2012 den Award für das beste DSLM Objektiv 2012 bekommen. Die Haptik ist sehr gut. Sowohl der Scharfeinstellring, als auch die Zoomfunktion lassen sich seidenweich bedienen. Der Mega OIS Bildstabilisator arbeitet sehr effektiv bei Aufnahmen aus freier Hand mit langen Belichtungszeiten. Das Innenfokussiersystem arbeitet sehr schnell und präzise und die Gesamtlänge der Optik ändert sich nicht. Die sehr leise Scharfeinstellung ist im Videobetrieb kaum zu hören und stört nicht die Tonaufzeichnung der G5. Die kreisrunde Blendenöffnung ergibt ein harmonisches Bokeh mit einem sehr angenehmen Schärfeverlauf, wobei die Blende 2.8 vollwertig zu verwenden ist. Das Weitwinkelzoom eignet sich ideal für Architektur- und Landschaftsaufnahmen bis hin zum Portraittele unter schlechten Lichtverhältnissen.

Für die Langzeitbelichtungen habe ich das Stativ Bora Carbon FTC-6654 mit dem 3D Kopf verwendet. Trotz der leichten Carbonbauart ist das Stativ sehr robust. Dies läßt sich in der Arbeitshöhe sehr niedrig einstellen und so sind gerade mit der 12mm Weitwinkelbrennweite des 12-35mm OIS Aufnahme in Bodennähe mit langen Belichtungszeiten kein Problem.

 

Fazit:
Die Panasonic Lumix  DMC G5 liefert in Verbindung mit dem Panasonic 12-35mm 2.8 OIS eine sehr hohe Bildqualität, die keinen Vergleich mit einer DSLR, wie Canon EOS 650D oder Nikon D3200 scheuen muss.