Praxistest: Nikon D610 + Sigma 70-200mm 2.8 EX DG OS HSM

Praxistest: Nikon D610 + Sigma 70-200mm 2.8 EX DG OS HSM

Die Nikon D610 habe ich vor einigen Wochen schon einmal in Verbindung mit dem Sigma 24-70mm F2.8 EX DG HSM vorgestellt. Der logische nächste Schritt als Telezoom ist das Sigma 70-200mm 2.8 EX DG OS HSM.

Das Sigma 70-200mm 2.8 EX DG OS HSM erfüllt mit der lichtstarken Anfangsöffnung 2.8 und robuster Konstruktion hohe Ansprüche. Es hat eine sehr gute Haptik und liegt prima in der Hand. Die Gewichtsverteilung ist ausgeglichen und es bietet ausreichend Grifffläche. Wer das Objektiv lieber mit einem Einbeinstativ verwendet, kann an der mitgelieferten Stativschelle auch das Stativ seiner Wahl anbringen. Verwendet habe ich eine leichte Carbonversion mit dem Bora WFC572M Einbeinstativ. Die mitgelieferte Gegenlichtblende ist sowohl für den APS, als auch Vollformatbetrieb ausgelegt und kann zur Kamera angepasst werden.

Das Objektiv verfügt über HSM Antrieb, welcher sehr schnell und in Verbindung mit der D610 punktgenau arbeitet. Der sehr gute Bildstabilisator bietet 2 Modi. Für normale Motive einen Standard Bildstabilisator, der horizontale und vertikale Verwacklungen ausgleicht und für bestimmte Sportmotive einen Mitzieherbetrieb. Beide Betriebsarten verrichteten ihre Arbeit ohne Probleme. Der Zoomring hat genau den richtigen Widerstand und Brennweiten lassen sich zügig ohne Kraftaufwand verändern. Die Frontlinse dreht sich nicht mit, so dass die Filterverwendung kein Problem darstellt. Die größtmögliche Blende von 2,8 und die damit verbundenen Möglichkeiten im Spiel mit der Schärfentiefe macht es interessant für viele Motive.

Am FX Vollformatsensor der D610 überzeugt das Objektiv bei offener Blende 2.8 in allen Brennweiten. Es zeigt detailreiche Bilder bis in die Bildecken und nur am nahen Bildrand leichten Schärfenabfall. Abgeblendet um 2 Stufen auf Blende 5.6 sind Kontrastprobleme im Randbereich nicht mehr zu erkennen. Die Randabdunklung ist bei lichtstarken Optiken an Vollformatsensoren schon eher ein Problem. Wie auch das Nikkor AF-S 70-200 2.8 VR II ist das Sigma 70-200mm 2.8 EX DG OS HSM bei Offenblende nicht frei von Vignettierung und hier muss abgeblendet werden, um diesen Effekt zu verringern. Dabei bewegt sich der Randabfall allerdings eher im messbaren als sichtbaren Bereich und ist zu vernachlässigen.

 

Fazit:
Die optische Leistung des 70-200mm 2.8 EX DG OS HSM hat mich überzeugt. Haptik und Bedienung der robusten Optik haben ein sehr hohes Niveau. Insgesamt vermittelt das Objektiv einen sehr hochwertigen Eindruck.

 

Folgende Produkte wurden in diesem Beitrag verwendet:

Nikon D610

Sigma 70-200mm 2.8 DG OS HSM Nikon

Bora WFC572 Carbon Einbeinstativ