Praxistest: Nikon D5500 + Sigma C 18-200mm F3,5-6,3 DC MAKRO OS HSM

Praxistest: Nikon D5500 + Sigma C 18-200mm F3,5-6,3 DC MAKRO OS HSM

Mit der D5500 bringt Nikon die erste digitale Spiegelreflexkamera mit einem neig- und drehbaren Touchscreen-Monitor auf den Markt. Mit der Touchscreen-Funktion kann der Nutzer nun schnell und komfortabel die Scharfeinstellung verschieben, oder auch das Menü bedienen.

Die Nikon D5500 überzeugt, wie auch schon die D5300, in ihrer Handhabung und Handling. Durch ihre Kompaktheit liegt sie sehr gut in der Hand und lässt sich gut bedienen. Äußerlich hat sich im Vergleich zum Vorgänger das Daumenrad verändert. Mit einem neuen Metallfinish und einer verbesserten Erreichbarkeit ist das Daumenrad nun sehr edel gestaltet und lässt sich besser bedienen. Ebenso neu ist die Touchscreen-Funktion, mit der sich die Kamera jetzt wie ein Smartphone bedienen lässt. Dieser lässt sich flexibel neigen und drehen, um neue, spannende Aufnahmepositionen zu finden. Auch das Fokussieren über den Live-View ist problemlos durch Tippen möglich und arbeitet dazu noch sehr schnell. Ob zwischen Bildern blättern, Einstellen der Blende, Verstellen des ISO-Wertes oder der Belichtungszeit, alles lässt sich problemlos per Touch-Funktion einstellen und betrachten, was zeitsparend und komfortabel ist. Auch bei der Verwendung des Suchers lässt sich der Touchscreen weiter bedienen, was die Arbeit mit der Kamera als sehr angenehm gestaltet. Eine weitere Neuheit ist der eingebaute Augensensor am Sucher, der eine automatische Abschaltung der Bildschirmanzeige hervorrufen kann. Gleich wie bei der D5300 ist die integrierte Wi-Fi Funktion. Über diese Funktion lassen sich auf einfachste Weise beeindruckende Fotos auf das Smartphone oder Tablet übertragen, die so gleich in Netzwerken geteilt und begutachtet werden können. Auf die GPS Funktion, die auch bei der D5300 vorhanden war, wurde hier verzichtet.

Die Nikon D5500 besitzt genauso wie ihr Vorgänger einen 24 Megapixel auflösenden APS-C großen CMOS-Sensor. Auf einen Tiefpassfilter, der die Auflösung mindert, wurde hier bewusst verzichtet, um die Detailzeichnung der Bilder noch einmal zu erhöhen. Die hohe ISO-Empfindlichkeit (von ISO100 bis ISO25.600) sorgt für rauscharme Bilder auch in dunklen oder schwach ausgeleuchteten Umgebungen und ermöglicht scharfe Bilder von sich schnell bewegenden Motiven. Auf den Einsatz von High-ISO-Stufen wie bei der D5300 wurde hier verzichtet.

Der 3" Bildschirm misst in der Diagonalen 8,1 Zentimeter und hat eine Auflösung von 1,04 Millionen Bildpunkten. Belichten kann diese Kamera zwischen 30 Sekunden und 1/4.000 Sekunde, zudem bietet sie einen Bulbmodus, mit dem noch längere Belichtungszeiten ermöglicht werden. Durch das leistungsstarke Autofokussystem mit 39 Messfeldern erfasst sie fast jeden Bildbereich und dank der 3D-Motivverfolgung lassen sich auch besonders kleine Motive scharf abbilden. Die Nikon D5500 besitzt jetzt ein eingebautes Stereomikrofon, welches einen besseren Filmton auch ohne externem Mikro ermöglicht. Die Videoauflösung erreicht mit 1.920 x 1.080 Pixel Full-HD bei wahlweise 50p oder 60p.

Ich habe die Nikon D5500 in Kombination mit dem Sigma C 18-200mm F3,5-6,3 DC MAKRO OS HSM getestet, welches eine schöne Fertigungsqualität und eine sehr gute Handhabung besitzt. Der Zoomring des Objektives ist sehr griffig und optimal gängig. Das Objektiv bietet eine Naheinstellgrenze von 39cm und liefert einen größtmöglichen Abbildungsmaßstab von 1:3. Dieses macht Nahaufnahmen ähnlich wie bei einem Makro-Objektiv möglich und verleiht dem Objektiv eine vielseitige Einsetzbarkeit. Auf einen Bildstabilisator wurde bei dieser Optik nicht verzichtet, was sich als Vorteil für Freihandaufnahmen auszeichnet, wobei die Verwacklungsgefahr deutlich reduziert wird. Das Objektiv bietet einen HSM-Antrieb, der eine sehr schnelle, exakte und nahezu lautlose Art der automatischen Scharfstellung ermöglicht. Die nahezu runde Blendenöffnung aus 7 Blendenlamellen bringt ein sehr angenehmes Bokeh außerhalb der Schärfenebene mit sich. Motive lassen sich mit diesem Objektiv problemlos freistellen, der Hintergrund wirkt dabei natürlich und das Hauptmotiv kommt sehr schön zur Geltung. Das Sigma Objektiv arbeitete in der Kombination einwandfrei und eignet sich besonders als Allround-Zoom Objektiv, welches für jede Situation gewappnet ist.

 

Fazit:
Persönlich hat mich diese Kombination in der Praxis sehr überzeugt. Die Nikon D5500 eignet sich besonders für fortgeschrittene Hobbyfotografen und ist in Kombination mit dem Sigma C 18-200mm Objektiv eine sehr schöne Allround-Lösung, um in den verschiedensten Situationen ein sehr gutes Ergebnis abzuliefern.

 

Folgende Produkte wurden verwendet:

Nikon D5500 schwarz Gehäuse 24,2 MP

Sigma C 18-200mm F3,5-6,3 DC MAKRO OS HSM für Nikon