Praxistest: Leica SL (Typ 601) + VARIO-ELMARIT-SL 24-90mm ASPH.

Praxistest: Leica SL (Typ 601) + VARIO-ELMARIT-SL 24-90mm ASPH.

Mit Leica zu fotografieren ist nicht einfach nur eine Kreativhandlung – es ist ein Lebensgefühl. Das stellen nicht nur tausende Anwender weltweit täglich fest, sondern dieses Gefühl überkam mich auch in meinem Test der neuen Leica SL-Reihe. Dabei setzt Leica ganz neue Maßstäbe und schlägt einen noch unbetretenen Weg ein, ohne dabei auf die traditionellen Merkmale und Features eines typischen Produkts aus dem Hause des deutschen Kameraherstellers zu verzichten. Die markante Linienführung geht dabei einher mit der gewohnt erstklassigen Qualität, doch die modernen Neuheiten kommen dabei nicht zu kurz. Wie sich die Leica SL in Verbindung mit dem 24-90mm Objektiv in der Praxis schlägt, zeigt der folgende Testbericht.

 

Design, Haptik und Verarbeitung
Entnimmt man die Kamera zum ersten Mal dem schwarzen, großzügig abgemessenen Umkarton, fällt sofort die hochwertige Aufmachung auf, die mit gerade einmal 847g zu Buche schlägt. Grund hierfür ist die Materialwahl, welche bei der Konzeption der Systemkamera in allererster Linie auf Aluminium fiel, das aus einem Block gefräst wurde. Das garantiert der Kamera und dem Nutzer eine hohe Widerstandsfähigkeit auch in Extremsituationen und prädestiniert die handliche Systemkamera damit für professionelle Einsätze mit höchsten Ansprüchen. Die zahlreichen Dichtungen der Kamera, die auch in den Optiken für die SL-Reihe verbaut wurden, machen es Staub, Sand und Spritzwasser nahezu unmöglich, einzudringen. Ob am Mount Everest, in der Sahara oder einfach voller Enthusiasmus in unseren Breiten – die Leica SL übersteht jede Situation, ein wahres Arbeitstier.

Der doch recht stämmige Eindruck verstärkt sich nochmals, setzt man das oben erwähnte Objektiv mit samt dessen Streulichtblende auf. Letztere wurde – wie auch die Kamera – im eckigen Design gehalten, was eine angenehme und robuste Haptik bietet. Also alles in allem eine Konzeption, die ihresgleichen sucht. Konkurrenzlos.

 

Die inneren Werte
Nicht konkurrenzlos aber dennoch perfekt abgestimmt, präsentiert sich das Innenleben der Kamera, welches das eigentlich Wichtige ist. Die spiegellose Systemkamera setzt auf einen 24 Megapixel-CMOS-Sensor im Kleinbildformat. Letzteres garantiert Aufnahmen mit beeindruckender Schärfentiefe, nicht zuletzt, weil Leica zugunsten der Bildqualität auf einen Tiefpassfilter verzichtet. Daraus resultieren eine exzellente Bildschärfe und ein beeindruckender Dynamikumfang, der bei Landschaftsaufnahmen sein volles Potenzial entfaltet. Die damit einhergehende Rauscharmut macht die Kamera für Indoor-Szenen und nächtliche Aufnahmen gleichermaßen interessant.

 

Eine Optik ohne Kompromisse
In Verbindung mit dem 24-90mm-Objektiv, welches mit einer Blende von 2.8 im Weitwinkel- und immerhin 4 im leichten Tele-Bereich überzeugt, ergibt sich ein unschlagbares Duo, welches alle erdenklichen Situationen eines Fotografenalltags abdeckt. Landschaft, Portrait, Macro, Street-Photography, Lifestyle – die lichtstarke Optik ist ein wahrer Allrounder und sorgt für kompromisslose Aufnahmen.

Für die Verarbeitung solch hochauflösender und datenintensiver Resultate, stattet Leica sein neues Spitzenmodell mit einem Maestro II-Prozessor aus, der sowohl Serienbildaufnahmen und schnelle Eingaben als auch die Aufzeichnung von 4k S-Log Filmmaterial einwandfrei erledigt.

 

Fazit
100 Leica Objektive, robustes Design und erstklassige Güte – die neue SL ist Leicas Spitzenmodell, was sich bei der Ausstattung ganz klar bemerkbar macht. Drahtlose Features, ein heller Sucher und 4k S-Log ergänzen dabei den Fotografenalltag sinnvoll und setzen so ganz neue Maßstäbe.

 

 

Folgende Produkte wurden verwendet:

Leica SL (Typ 601) schwarz 10850 + VARIO-ELMARIT-SL 24-90mm ASPH. 11176

Leica SL (Typ 601) schwarz 10850

Leica VARIO-ELMARIT-SL 1:2,8-4/24-90mm ASPH. 11176