Praxistest: Fujifilm X-Pro2 + Fujifilm Fujinon XF16-55mm F2.8 R LM WR

Praxistest: Fujifilm X-Pro2 + Fujifilm Fujinon XF16-55mm F2.8 R LM WR

Vollformatqualitäten im APS-C-Gewand - die Fujifilm X-Pro2
Eine dokumentarische Serie in den wechselseitigen Landschaften oder ein Ausflug ins schöne London – all dies sind Momente und Orte, die dem Fotografen und seiner Ausrüstung alles abverlangen. Denn nicht nur die technischen Parameter und das Knowhow des Fotografen sind hier für das Bildergebnis ausschlaggebend, sondern schlussendlich auch die handlichen Abmaße, die unverfälschte Fotografien liefern – für pure Authentizität. Diesem Purismus hat sich auch Fujifilm mit dem neuen Flaggschiff angenommen. Wie sich die X-Pro2 als Allrounder in Verbindung mit einem Standardzoom schlägt, zeigt der folgende Testbericht.

Design und Verarbeitung
Kantig, markant. Das sind die ersten beiden Attribute, die man mit dem aus Magnesium gefertigten Body assoziiert. Dabei setzt das japanische Unternehmen die Linienführung des Vorgängers klar fort, sodass ein rundum gelungenes Gehäuse als Produkt der Ingenieurskunst zu bewundern bleibt. Die markant abfallende Kameraschulter beherbergt alle relevanten Bedienelemente, wobei nützliche Einstellrädchen für Modus und Belichtungszeit sowie die Blende im Alltag mühsames Navigieren durch Menüs ersparen. Zwar kommt das Gehäuse recht roh daher, doch wirkt es sehr durchdacht. So finden die Finger am vorderen Haltegriff sicheren Halt und gewährleisten stets das sprichwörtliche „ruhige Händchen“ auch in belebten Situationen, während der Daumen bei Belieben auf dem rückseitig platzierten Joystick neben dem hochauflösenden Display seinen Platz findet, der das Verschieben des Fokuspunkts beispielsweise merklich vereinfacht und so die Produktivität deutlich steigert.
Dank der 61 verbauten Dichtungen trotzt die Kamera zudem den Elementen, sodass längere Fotosessions inmitten von Sand, Staub oder Regen sowie Schnee (bis ca. -10°C) kein Problem darstellen.

Bildqualität und Auflösung
Letztere Szenerien treten unter Umständen rund um den Globus auf und bieten damit atemberaubende Konditionen für fantastische Aufnahmen, die zu beeindrucken wissen. So sorgen die 24,3 Megapixel des Sensors für eine brillante Schärfe der Ergebnisse, während das Rauschverhalten dahingehend sichtlich verbessert und optimiert wurde, dass auch Lowlight-Aufnahmen ohne Blitz – also ganz im puristischen Sinne – fast rauschfrei möglich sind. Das ist beachtlich, bedenkt man, dass das japanische Unternehmen auch im Flaggschiff zugunsten des Packmaßes auf einen APS-C-Sensor setzt. Fujifilm kompensiert die Sensorgröße aber geschickt und setzt gleich auf zwei revolutionäre Technologien, um Schwachstellen zu verringern.
So sorgt zum einen der Verzicht auf einen optischen Tiefpassfilter für gestochen scharfe Bilder und ermöglicht es der Kamera, das Potenzial des Objektivs voll auszureizen, dessen Brennweite mit 16 bis 55mm alle erdenklichen Situationen abdeckt. Zum anderen verbaut das Traditionsunternehmen den „X-Prozessor Pro“, der viermal schneller als ein bisheriger Sensor agiert, sodass das Rauschverhalten, der Autofokus, sowie die Tonwert-Wiedergabe und Serienbildgeschwindigkeit verbessert werden konnten.

Features
Doch die X-Pro 2 ist nicht nur wetterfest und bietet eine Bildqualität auf professionellem Niveau, sondern schafft mit dem Multi-Hybrid-Sucher-System auch eine gänzlich neue Art des Fotografierens. So vereint das System die Vorteile eines optischen Suchers mit denen eines elektronischen und schafft damit eine zuverlässige Möglichkeit der idealen Vorschau. So gewährt die optische Variante einen unverfälschten Blick auf die Situation, während beim Umschalten in den elektronischen Modus eine Vorschau der Belichtung errechnet wird – für kompromisslose Ergebnisse. Die Vergrößerung des Suchers hilft beim manuellen Fokussieren und passt sich automatisch an die jeweilige Brennweite an, ein schnelles Umschalten zwischen den einzelnen Modi gewährleistet zudem Flexibilität.

Profis dürften sich zudem über den Dual-SD-Kartenslot freuen, der es ihnen erstmals ermöglicht, angefertigte Bildserien in Echtzeit doppelt zu sichern. Werden die Speicherkarten im Verband genutzt, lassen sich zudem auch aufwändige Reportagen, Reisen und Aufträge ohne Unterbrechungen vollziehen, sodass der obligatorische Speicherkartenwechsel seltener anfällt – ein wahrlich praktisches Feature. Dank des integrierten Wifi-Moduls lassen sich die Inhalte direkt drahtlos übertragen, bearbeiten und teilen, was die Kamera geradezu für Reisen prädestiniert.

Fazit:
Mit der Fujifilm X-Pro2 hat es Fujifilm wieder geschafft ein Spitzenmodell deutlich in Ihren Kernpunkten zu verbessern. Bedienung, Haptik, Geschwindigkeit und Vielseitigkeit. Zudem bekommt man 1/3 mehr Auflösung durch Sensor gestellt, mit gleich bleibend gutes Bildrauschverhalten. Auch das XF16-55mm 2.8 bietet eine hohe Bildqualität bis zum Randbereich, hohe Lichtstärke und einen Spritzwasserschutz, welches dieses Objektiv deutlich vom XC16-50 und XF18-55 unterscheidet. Eine tolle Kombination für die Reisefotografie. Hier ist man in jeder Situation gut ausgestattet.

 

Folgende Produkte wurden verwendet:

Fujifilm X-Pro2 schwarz Gehäuse 24,3 MP

Fujifilm Fujinon XF16-55mm F2.8 R LM WR X-Mount