Praxistest: Canon EOS 700D + Sigma 120-300mm DG OS HSM

Praxistest: Canon EOS 700D + Sigma 120-300mm DG OS HSM

Offizielle Herstellerbeschreibung:
Auch wenn hochfunktionelle Digitalkameras jetzt eine bessere Bildqualität bei hohen ISO-Werten liefern, ist die Einstellung einer großen Blendenöffnung immer noch die wirksamste Strategie für Action-Fotos. Sogar wenn Sie, wie es oft bei Sport- oder Bühnenveranstaltungen der Fall ist, das Foto aus einer mehr als ungünstigen Position aufnehmen müssen, können Sie bei diesem Zoom-Objektiv selbst bei der maximalen Brennweite von 300mm die Blende auf F2.8 öffnen. Mit anderen Worten: Auch bei schwierigen Bedingungen verleiht Ihnen dieses Hochleistungsobjektiv mehr Kontrolle über Ihre Aufnahmen.

S - Sports: Intelligent und schnell, wenn es darum geht, Action in der Bewegung zu erfassen - Hochleistungsobjektive für dynamische Aufnahmen.

 

Getestet wurde von mir das neue Sigma 120-300mm DG OS HSM in Verbindung mit der ebenfalls neuen Canon EOS 700D.

Ausgeliefert wird "der neue Riese" in einer edlen, weißen Umverpackung. Hat man den Köcher geöffnet, grinst einen ein fast 3,5 kg schwerer (410g mehr als sein Vorgänger) Muskelprotz an, der aber auch protzen darf. Die Verwendung des neuen TSC-Materials (Thermally Stable Composite) wirkt sich bei diesem Objektiv leider nicht auf ein kompakteres/leichteres Gehäuse aus, wie z.B. bei dem neuen Sigma 18-250mm Makro.

Das neue Sigma 120-300mm Objektiv macht optisch und haptisch einen erstklassigen Eindruck und unterstreicht den professionellen Einsatz. Am Objektiv findet man 4 Schalter. AF/MF, Fokusbereich, Bildstabilisator Mode 1/2. Neu ist der vierte Schalter: custom1, custom2. Hier kann der Anwender mit Hilfe des Sigma USB-Docks bestimmte Parameter ganz auf seine Wünsche abspeichern und aktiveren/deaktivieren. So kann zum Beispiel der Fokussierbereich so eingestellt werden, dass die Kamera ausschließlich im Bereich von 5m und 10m fokussiert, was sich in der Praxis auf die Fokussiergeschwindigkeit auswirkt.

Des Weiteren kann über die USB Docking Station bei diesem Objektiv die AF Geschwindigkeit und die OS-Funktion auf die Bedürfnisse des Fotografen angepasst werden.

Die Brennweite lässt sich über den groß dimensionierten Zoomring sauber einstellen und ist nicht zu schwer- oder leichtgängig. Das Gleiche gilt für den Fokussierring. Dieser befindet sich, wie ich finde, etwas ungünstig hinter dem Zoomring, was die manuelle Fokussierung bei Freihandaufnahmen etwas umständlich macht. Überzeugend ist neben der Haptik die Abbildungsleistung, was man bei einem Objektiv für knapp 4000€ auch erwarten darf. Das Bild ist bei F2.8 knackscharf und häufige Abbildungsfehler wie chromatische Abbarationen sind fast nicht vorhanden. Auch nicht bei Gegenlichtsituationen und offener Blende, obwohl herstellereigene Objektive einen großen Vorteil bieten, da diese von der Kamera erkannt und Abbildungsfehler kameraintern korrigiert werden. Das Bokeh des Objektives ist nahezu kreisrund und gefällt mir sehr gut, sowohl bei offener- als auch geschlossener Blende.