Panasonic Lumix DMC-GM1 + G Vario 12-32mm F3,5-5,6 OIS: Die superkleine Einsteiger-Systemkamera

Panasonic Lumix DMC-GM1 + G Vario 12-32mm F3,5-5,6 OIS: Die superkleine Einsteiger-Systemkamera.

Die Panasonic DMC-GM1 ist das ultrakleine Kompaktmodell aus dem MFT Lager. Das Gehäuse der GM1 hat die Abmessungen von 99 x 55 x 30mm und es ist kaum zu glauben, dass man eine Systemkamera mit MFT Sensorgröße 17,3 x 13mm so klein bauen kann. Mit dem versenkbaren MFT Objektiv G Vario 12-32mm F3,5-5,6 OIS wiegt die GM1 gerade einmal 275 Gramm. Trotz der kleinen Abmessungen bietet die DMC-GM1 mit dem 16 Megapixel Four Third Sensor und Bildprozessor die gleichen Eckdaten wie die hervorragende große Schwester DMC-GX7.

Die GM1 verfügt über einen 3" Monitor mit 7cm Bilddiagonale. Der Monitor ist sehr scharf und verfügt über eine gute Detailwiedergabe mit hoher Kontrastleistung. Die wichtigsten Kameraparameter, Wasserwaage oder Gitterlinien können eingeblendet werden. Aufgrund der kleinen Gehäuseabmessungen ist bei der GM1 kein Platz für einen Sucher und auch ein Blitzsystemschuh fehlt. Ein eingebauter Blitz ist an Bord und kann bei Bedarf aus dem Gehäuse geklappt werden. Über das Einstellrad an der Oberkappe lassen sich die Hauptfunktionen P/S/A/M oder auch die Kreativprogramme auswählen. Auf der Rückseite befindet sich das Steuerkreuz für die +/- Korrektur, Autofocusmessfelder, Weißabgleich und Selbstauslöser-/Serienbildfunktion. Aufgrund der geringen Gehäusegröße fehlen der GM1 einige Bedienknöpfe und Tasten. Daher werden viele Funktionen über das Quick-Menü am Touch-Screen-Monitor eingestellt. Die Menüführung wirkt sehr aufgeräumt und durchdacht. Hat sich der Anwender in die Touch-Screen Arbeitsweise eingearbeitet, sind alle Funktionen schnell und logisch zu erreichen. Die bekannt hohe Bildqualität des 16 Megapixelsensors der DMC-GX7 erreicht auch die GM1. Im JPEG Modus ist die Nachschärfung der GM1 etwas höher, so dass die Bilder mehr Detailschärfe zeigen. Dies führt zu einer insgesamt knackigeren Bildwiedergabe die bei Hobby und Reisefotografen sehr gut ankommen dürfte. Für Anwender, die ihre Bilder später nicht mehr nachbearbeiten möchten, ist dies eine passende Einstellung. Will der User seine Fotos aufwändig nachbearbeiten, ist der RAW-Modus die bessere Wahl, um den Bildern eine individuelle Note zu geben. Insgesamt liegt die Bildqualität der GM1 trotz Ihrer winzigen Baugröße auf Augenhöhe mit den besten MFT Kameras, wie der Olympus OM-D E-M1, Panasonic DMC-GX7 oder auch APS-C Spiegelreflexkameras wie der Canon EOS 700D. Die WIFI-fähige GM1 lässt sich über Tablet oder Smartphone fernsteuern. Hier sind Bildkontrolle und Aufnahmesteuerung möglich.

Der Autofocus bietet von der Geschwindigkeit und Genauigkeit Technik auf dem höchsten Niveau. Mit rund 0,15 sec. Auslöseverzögerung ist die GM1 sehr schnell. Mit 23 AF Messfeldern oder Einzel AF-Feld bietet das kleine Schmückstück viele Möglichkeiten für verschiedene Motive. Auch eine Lupenfunktion und Focus-Peaking ist mit an Bord. Die Serienbildfunktion ist mit 4,7 Bildern pro Sekunde auch für schnelle Motive geeignet.

Im Videobetrieb bietet die DMC-GM1 wahlweise AVCHD oder MP4 Format. Im AVCHD sind die Einstellungen 50i, 25p und 24p möglich. Im MP4 Format wählt der Anwender aus Full-HD, HD oder VGA aus. Wer die Daten gleich per Wifi an ein Handy, Tablet oder das Heimnetzwerk übertragen möchte, sollte das MP4 Format aufgrund der geringen Datenrate wählen. Im Videobetrieb ist der Autofocus sehr genau und neigt nicht zu schnellen Schärfenwechseln. Auch sorgt der Bildstabilisator des 12-32mm OIS für sehr ruhige Freihandaufnahmen. Natürlich lässt sich die GM1 auch per HDMI Kabel mit einem HDTV-Gerät direkt verbinden. Dieses ist allerdings nicht im Lieferumfang enthalten und sollte dazu bestellt werden.

Das versenkbare, ultraflache G Vario 12-32mm 3.5-5.6 OIS ist die ideale Optik für die GM1. Auf einen Kleinbildsensor bezogen ist das 12-32mm ein 24-64mm und somit für Landschafts- und Architekturaufnahmen ein guter Partner. Das 12mm Superweitwinkel bietet beeindruckende Panoramaaufnahmen. Es neigt allerdings zu Schärfenverlusten im Randbereich bei offener Blende. Leichtes Abblenden sorgt hier für Abhilfe. Bei mittleren und Telebrennweiten ist das 12-32mm OIS auch bei offener Blende auf einem hohen Qualitätsniveau. Die Naheinstellgrenze des Panasonic G Vario 12-32mm F3,5-5,6 OIS liegt je nach Brennweite zwischen 20-30cm. Kombiniert habe ich die Optik mit dem DHG Makrokonverter, um noch kleinere Motive aufnehmen zu können. Der kleine 37mm Makrovorsatz passt in jede Tasche und erweitert im Nahbereich die Möglichkeiten.  Mit dem Makrovorsatz sinkt der Abbildungsmaßstab sehr stark, jedoch steigt die Verwacklungsgefahr. So haben ich teilweise mit dem Makrobodenstativ WF531 gearbeitet. Als Effektoptik habe ich das Dörr 0,2x Fisheye auf dem 12-32mm verwendet. Das kreisrunde Fisheye sorgte für viel Spaß und unterstützte mich bei kreativen Spaßfotos und um einfach mal einen anderen Blickwinkel zu bekommen.

 

Fazit:
Sehr hohe Bildqualität und ein edles, kleines Metallgehäuse machen die DMC-GM1 für alle zur ersten Wahl, die hochwertige Bildqualität im kleinen Gewand suchen. Trotz der geringen Abmessungen liefert die GM1 eine Abbildungsleistung wie ihre großen Konkurrenten. Die Ausstattung ist umfangreich und selbst WIFI Funktion ist mit an Bord. Einziger Kritikpunkt ist der fehlende Sucher, der allerdings bei dieser geringen Baugröße nicht mehr unterzubringen ist.

 

Folgende Produkte wurden in diesem Beitrag verwendet:

Panasonic Lumix DMC-GM1 + 12-32mm

Makrovorsatz für 12-32mm und 14-42mm

Fisheye 37mm 0,2x Vorsatzobjektiv

Makro Foto Stativ WF531B